Der Prozess

Romanfragment nach Franz Kafka
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(c) Schauspielhaus Salzburg

Donnerstag, 11. März 2021 | 19:30 Uhr
Pölz-Halle Amstetten
Abo AAbo B

Kartenpreise: € 32,00 / 35,00 / 37,00 / 39,00 / 41,00 (Preise inkl. Systemgebühr)
Kartenvorverkauf: Kultur- & Tourismusbüro, Rathaushof Amstetten, Tel. 07472/601-454

 

Am Morgen seines 30. Geburtstages wird Josef K. verhaftet. Er ist sich keiner Schuld bewusst, nicht einmal seine Ankläger können ihm die Art seines vermeintlichen Verbrechens konkret nennen. Wohl oder übel stellt sich K. dem Prozess, dessen Ausgang ungewiss scheint. Mit der ersten Verhandlung beginnt für Josef K. eine Odyssee durch die Irrwege der Justiz. In seiner Hilflosigkeit gegen die anonyme Übermacht des unsichtbaren Gerichts sucht K. Hilfe, wird jedoch überall abgewiesen, enttäuscht, zurückgestoßen.
Kafkas Protagonist kann dem Urteil, das im Grunde bereits am Tag seiner Verhaftung feststeht, nicht entrinnen, jede seiner Entscheidungen ist nichts weiter als die Illusion seines freien Willens. Schlussendlich war jeder seiner Schritte vergebens. Kafkas Parabel über die Machtlosigkeit des Einzelnen spiegelt nicht alleine die Undurchschaubarkeit der Entscheidungen eines gesichtslosen Systems wider, sie zeigt auch, dass der Wahnsinn oft nur eine Frage der Bürokratie ist.

Franz Kafka wurde 1883 in Prag geboren. Zu Lebzeiten als Schriftsteller eher erfolglos, wurden seine Werke nach der posthumen Veröffentlichung durch seinen Verleger Max Brod zum Teil des internationalen Literaturkanons. Der Begriff „kafkaesk“ ist heute fest im Sprachgebrauch verankert und bezeichnet eine Schilderung, die auf rätselhafte Weise bedrohlich wirkt.

 

Ben Pascal Regie, Fassung
Ensemble: Schauspielhaus Salzburg